Bundesrichtlinien

Die Direktzahlungen sind heute fest an ökologische Mindestanforderungen gekoppelt. Um Direktzahlungen zu erhalten müssen die Bauern den sogenannten ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erbringen. Im ÖLN wird unter anderem sichergestellt, dass die Böden nicht ausgelaugt werden und es wird der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden geregelt.
Eine weitere Bestimmung des ÖLN ist die Anlage von Biodiversitätsförderflächen (BFF). Ein Anteil von 7% der bewirtschafteten Fläche muss extensiv bewirtschaftet werden. Auf diesen Flächen ist in der Regel das Ausbringen von Düngern verboten, der Einsatz von Herbiziden stark eingeschränkt und es werden Nutzungszeitpunkte festgesetzt (Details im Kapitel Biodiversitätsförderflächen).
So werden gewisse Flächen aus der intensiven Produktion herusgelöst und stehen für den Erhalt, oder die Neuschaffung, einer standorttypischen Lebensgemeinschaft zur Verfügung. Die Direktzahlungsverordnung (vor 2014 die Öko-Qualitätsverordnung ÖQV) verfügt über zusätzliche Instrumente um die Vernetzung und die biologische Qualität der Flächen zu vergüten.
So werden zusätzliche Beiträge ausgerichtet wenn die Lage und Bewirtschaftung der Flächen auf regionale Zielarten ausgerichtet ist (Vernetzungsbeitrag) oder eine gewisse Artenvielfalt aufweist (Qualitätsbeitrag QII).
Der Bund sieht darüber hinaus vor, typische Landschaftsbilder zu fördern. Durch die Landschaftsqualitätsbeiträge sollen attraktive und landschaftsprägende Elemente erhalten werden. Der Landwirt wird für den Ernteausfall und den Mehraufwand entschädigt, welcher durch diese Elemente entstehen. So soll der Anreiz minimiert werden, aus Effizienzgründen typische Elemente zu entfernen. Als  Beispiel können hier sicherlich die Obstbäume genannt werden, welche das Baselbiet stärker prägen als alle anderen Elemente.
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin