Landschaftsqualitäts- Beiträge

Bei der Neuausrichtung der Direktzahlungen (AP14-17) wurde eine neue Beitragsart eingeführt, die Landschaftsqualitätsbeiträge. Diese sollen spezifische Leistungen zur Förderung einer typischen Kulturlandschaft abgelten. In Vergangenheit konnten nur Leistungen honoriert werden, welche ökologisch begründet waren. Doch ist die Landschaft als Identitätsstifter und Aushängeschild durchaus schützenswert, ohne dass eine ökologische Begründung dafür entwickelt werden muss. Obwohl die Themen Naturschutz und Landschaftsschutz sehr nah beisammen liegen, können durchaus auch Objekte mit nur kleinem naturschützerischem Wert für die Landschaft prägend sein. Ein Beispiel dafür sind Hecken mit nur wenigen verschiedenen Straucharten. In der Landschaft ist die Vielfalt an verschiedenen Sträuchern kein entscheidendes Merkmal, für die Biodiversität (=Artenvielfalt) jedoch schon.
Mit der neuen Beitragsart gibt es nun die Möglichkeit, diese landschaftsrelevanten Objekte auf Landwirtschaftsland mit Beiträgen zu fördern.

Die Baselbieter Landschaft ist über weite Teile stark durch den Anbau von Hochstammobst geprägt. Diese Anbauform hat ihre marktwirtschaftliche Bedeutung von früher eingebüsst. Landschaftlich sind Bäume nach wie vor im Vordergrund. So werden durch das vorliegende Projekt sowohl Hochstammobstbäume als auch Waldbäume als Landschaftselemente gefördert. Gepflegte Hochstammobstbäume, markante Einzelbäume, Baumgruppen oder auch Alleen oder Agroforstsysteme können von den Landschaftsqualitätsbeiträgen profitieren. Ausserdem sind auch Massnahmen in Ackerbaugebieten vorgesehen, welche die Kulturvielfalt und farbige Akzente in der Landschaft belohnen.

Unter diesem Kapitel sind die einzelnen Massnahmen aufgeführt und beschrieben.

Bedingungen und Beiträge finden Sie in den Weisungen, welche hier heruntergeladen werden können.

Für die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt wurde ein gemeinsames Projekt ausgearbeitet, welches nun vom Bundesamt für Landwirtschaft bewilligt wurde. (Download Projektbericht)
«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
 Danke, dass es den "Oekoausgleich" gibt. Denn wenn Vielfalt Einfalt ersetzt, dann gewinnen alle dabei.

Daniel Zwygart, Biologielehrer und Präsident NVVZ
"Für unseren Betrieb ist die Biodiversität mittlerweile zu einem wichtigen Betriebszweig geworden. Diese Produktionsform ergänzt sich ausserdem sehr gut mit den anderen Betriebszweigen."

Rolf Schaffner, Bio- Landwirt